MASSIVHOLZHÄUSER: DIE 10 HÄUFIGSTEN IRRTÜMER! ANTWORTEN VON HOLZGEMACHT
By holzgemacht @holzgemacht · On 4. August 2016Die 10 größten Missverständnisse bzw. Irrtümer zum Thema Hausbau aus Massivholz. Viel Spaß damit!
In diesem Beitrag zeigen wir von holzgemacht die zehn am häufigsten genannten Irrtümer rund um das Thema Massivholzbau auf.
Irrtum 1: „Holz geht schneller kaputt und schimmelt.“
Schimmel entsteht generell bei baulichen Mängeln und nicht fachgerecht ausgeführten Konstruktionen, das ist aber unabhängig davon ob ein Haus aus Holz oder in einer anderen Bauweise errichtet worden ist. Bei richtig angewandtem konstruktiven Holzschutzes kommt Schimmel in einem Holzhaus nicht vor. Entscheidend ist auch die richtige Holzfeuchte. In dem von uns verbauten Holz liegt die Restfeuchte bei unter 20%. Damit aber Pilze entstehen könnten, müssen Holzfeuchten vorhanden sein, die wesentlich darüber liegen.
Irrtum 2: „Holzhäuser leben nicht so lange wie konventionelle Häuser“
Holzhäuser sind äußerst langlebig, wenn sie gut gebaut sind. Am besten sieht man das z.B. an den alten Schwarzwald-Häusern, diese sind mitunter mehrere hundert Jahre alt! Das derzeit bekannteste älteste Holzhaus Europas steht in Norwegen und stammt aus dem Jahr 1170. Aber auch moderne Holzbauten bieten eine hervorragende Lebensdauer und Werterhaltung – der konstruktive Holzschutz ist heute so optimiert, dass der Lebensdauer von Holz fast keine Grenzen gesetzt sind. Unsere Holz100-Massivholzhäuser stehen also, was ihre Lebensdauer angeht, denen anderer Bauweisen in absolut nichts nach.
Irrtum 3: „Holz sieht immer nach Berghütte aus“
Holz-Optik ist machbar, muss aber nicht sein. Im Außenbereich können Holzhäuser ganz normal verputzt oder z.B. verschindelt werden. Im Innenbereich ist von Sichtholz über verschiedene Putzarten bis zu Tapete alles möglich – je nach dem individuellen Geschmack des Bauherren. Gerade in den letzten Jahren zeigen viele Beispiele moderner Architektur welche Gestaltungsmöglichkeiten Holz heutzutage bietet.
Irrtum 4: „Für Holzhäuser werden die heimischen Wälder abgeholzt“
In unseren Wäldern steht so viel Holz wie seit Jahrhunderten nicht mehr – und das bei einem höheren Nutzungsgrad. Das für den Holzbau genutzte Holz stammt aus nachhaltiger Holzwirtschaft, die in Deutschland schon seit über 200 Jahren betrieben wird. Es wächst also mehr Holz nach, als wir nutzen. Wenn Holz verbaut und nicht verheizt wird, leistet es einen mehrfachen Beitrag zum Klimaschutz: Es behält als Bauholz das gebundene CO2 in seinem Zellspeicher, zusätzlich wird dieses klimaschädliche Gas durch neu gepflanzte Bäume aufgenommen. Außerdem: Der Energiebedarf zur Produktion von Holz100 ist denkbar gering. Im Vergleich zum Ziegel oder verleimten Holzwerkstoffen kommen keine energieverschwendenden Brennöfen oder chemische Leimwerkstoffe zum Einsatz. Dadurch und weil eine Holz100 Wand nur aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, ist es möglich CO2 – neutral und ohne Umweltbelastung zu bauen. 100% Nachhaltig.
Irrtum 5: „Bei Holzhäusern gibt es häufiger Probleme mit der Bauordnung“
Die Landesbauordnungen legen für Massivholzhäuser die gleichen Vorschriften fest wie für jedes andere Haus auch. Es gibt also beim normalen Eigenheimbau keine Unterschiede im Genehmigungsverfahren.
Irrtum 6: „Es dauert lange, ein Holzhaus zu bauen“
Genau anders herum ist es richtig! Die Bauelemente werden im Werk hochpräzise seriell vorgefertigt. Mit Toleranzen im Millimeter-Bereich. Diese Vorfertigung erfolgt komplett unabhängig von Witterungsbedingungen in einer Montagehalle. Auf der Baustelle reichen dann für den Rohbau 1 – 2 Tage aus. Wochenlange Trocknungsphasen wie zum Beispiel bei Mauerwerk oder Beton entfallen. Damit ist ein Holzbau wesentlich schneller, viel präziser und qualitativ sehr viel hochwertiger als ein Gebäude in konventioneller Bauweise.
Irrtum 7: „Holzhäuser brennen leichter“
Holzhäuser unterliegen den gleichen gesetzlichen Brandschutzbestimmungen wie alle anderen Häuser. Die baulichen Vorschriften sind bei der Planung und Realisierung von Gebäuden verbindlich. Deshalb ist auch die Brandgefahr von Holzhäusern nicht höher. Übrigens–Holz hält im Brandfall durch seine Selbstschutzfunktion statisch länger durch als viele andere Materialien wie z.B. Stahlbeton! Unsere Massivholzwände verfügen über eine 3-5-mal bessere Brandsicherheit als Riegel/Ständer- oder auch Stahlbetonbauten sowie Ziegeldecken. 150 Minuten Beflammung mit 900 bis 1000 Grad Celsius konnten bei der von uns verwendeten Holz100-Bauweise die statische Tragfähigkeit nicht nehmen. Damit übertrifft Holz100 jede Norm bei Weitem. Das sehen übrigens auch die Profis der Feuerwehr so, denn im Brandfall brennt Holz wesentlich kontrollierter ab als z.B. Stahlbeton.
Irrtum 8: „Die Finanzierung von Holzhäusern ist aufwendiger“
Grundsätzlich gelten für die Finanzierung eines Holzhauses die gleichen Bedingungen – es gibt also keine speziellen, oder schlechteren Holzhaus-Konditionen. Für unsere Massivholz-Häuser gibt es auch bei der KfW-Bank die gleichen Finanzierungsmodelle wie für konventionelle Häuser.
Irrtum 9: „Holzhäuser brauchen mehr Pflege“
Alles das, was wir in gutem Zustand erhalten wollen, benötigt regelmäßig Wartung und Pflege. Das ist völlig unabhängig davon, ob ein Haus aus Massivholz oder in einer anderen Bauweise erstellt wurde. Ein Holzhaus braucht weder außen noch innen einen größeren Erhaltungsaufwand und verursacht deshalb auch keine höheren Kosten.
Irrtum 10: „Es werden doch nur wenige Holzhäuser gebaut“
Falsch: Es entscheiden sich immer mehr Bauherren in Deutschland für das Bauen mit Holz. Die aktuelle Holzbau-Quote im Wohnungsbau liegt mittlerweile bei knapp 18 %!











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